Gefällt mir oder wie man mit Facebook Geld für Umfragen spart

Schlechte Zeiten für Umfragen. Früher sagten viele, ich traue nur der Umfrage, die ich selber gefälscht habe. Heute gründet man einen Aufruf in Facebook. Wer dann auf den Gefällt mir button klickt, der ist dabei.

Ist das so? Erstens assoziiere ich facebook eher mit der Weiterentwicklung der Spammail und zweitens ist der Button für mich absolut nicht aussagekräftig. In meinen Augen bedeutet er gar nichts. Bei Umfragen ging man immer davon aus, dass es aufgrund gewisser statistischer Umstände die Möglichkeit gab, daraus allgemeinverbindliche Aussagen abzuleiten für diesen Bereich – was ich vielfach bezweifle.


Bei facebook ist das Ganze ja noch zufälliger. Viele wissen oft gar nicht, worum es geht, andere klicken nur, weil andere geklickt haben. Aber in der Politik wird dies nun genutzt, um so zu tun, als ob man davon Meinungen ableiten könnte. Das nennt man Instrumentalisieren. Interessant wird es, wenn der erste Gesetzesentwurf im Parlament durch einen Gefällt mir Button bei Facebook ersetzt wird.

Das ist gar nicht so weit entfernt wie man denkt. Denn der Button „Gefällt mir“ ist heute schon vielfach tiefer im Kopf verankert als die Sachkenntnis eines Problems.

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