Die Antworten für unsere Zukunft liegen auf dem Tisch

Als damals Willi Brandt Vorsitzender der Nord-Süd Kommission war, gab es eine Grafik auf der Raketen am Himmel schwebten und darunter ein halb verhungernder Mensch zum Himmel blickte und sagte „Fortschritt“.

Das Bild ist 50 Jahre alt und zeigt bis heute das Problem. Was bewegt es den Verhungernden oder Verfolgten, ob die CO2-Bilanz stimmt?

Die Antwort auf die Fragen der Zukunft hängt also davon ab, ob es in einer Diktatur oder in einer Demokratie geschieht.

In Europa wird überall dasselbe diskutiert. Dabei sind es die Messer-und-Gabel Fragen. Die Antwort ist einfach: die Menschen müssen materiell anständig versorgt sein, dann machen sie auch mit bei den Veränderungen. Das nennt man Umverteilung.

Wie es gut geht, sieht man in den Ländern um Deutschland herum, angefangen in den Niederlanden bis zu Dänemark und Österreich.

Wie es schlecht geht, sieht man in Deutschland. Recht wurde durch Unrecht ersetzt. Durch die Agenda 2010 wurde den ehrlichen einfachen Menschen alles genommen aber keine Perspektive gegeben.

Dann wurden in der Spekulationskrise 2008 nicht etwa die Spekulanten bestraft sondern ihnen wurden die Steuereinnahmen der Staaten gegeben, um ihre Verluste auszugleichen statt ihre Vermögen einzuziehen.

Das geht ja bis heute weiter. Die Sparer werden nun enteignet, damit die Schulden der Reichen sich wegrechnen lassen.

Weil Geld nur Papier ist, investieren die Reichen dieses geschenkte Geld nun in beständige Werte. Deshalb gibt es z.B. kaum noch bezahlbaren Wohnraum.

Aber viel schlimmer ist der fortgesetzte Rechtsbruch in Deutschland. Da wollen Millionen etwas für die Umwelt tun und kaufen „saubere“ Autos und dann stellt sich heraus, daß diese besonders schädlich sind. Und was passiert? Nicht die Hersteller müssen die Autos umstellen auf ihre Kosten sondern die Kunden werden bestraft und bleiben auf den Kosten sitzen.

Die Interessen der Herrschenden und der Regierenden dominieren in Deutschland.

Hinzu kommt, daß die EU in dieser Form eine Hilfskonstruktion der Herrschenden und der Regierenden ohne echte Kontrolle ist, um so weiterzumachen bis zum Europäischen Gerichtshof. Mehr Europa in dieser Form reicht nicht und ist kontraproduktiv.

Was sollen nun die ehrlichen und einfachen Menschen tun, die sich im Parlament und der Regierung nicht mehr repräsentiert sehen?

Sie geben in einer Demokratie ihre Stimme denen, die dies ändern wollen. Es mag so sein, daß darunter auch viele sind, die diese Zusammenhänge gar nicht verstehen, sondern selbst nur wer sein wollen. Aber es sind die, die das aufgreifen, was die Menschen bewegt.

Man nennt diese Menschen Populisten, weil sie hören, was das Volk (Populus lat.) sagt. Das Volk ist auch mehrstimmig aber dort gibt es eben zunehmend auch die, die im Parlament nicht mehr gehört werden und die stärker werden wollen, um besser vertreten zu sein und nicht nur getreten zu werden.

In anderen Ländern sind sie weiter, bei uns werden sie stärker werden, wenn es so weitergeht.

Denn es geht nicht so weiter, wenn es so weitergeht.

Man wird nicht um Einschnitte bei den Reichen rumkommen, wenn man die Zukunft für viele in der Demokratie retten will.

Und es gehört auch dazu, die unangenehmen Dinge zu sagen. Asyl ist ein Schutzrecht in Deutschland und kein Konsumrecht. Autofahrer sind nicht die Bösen sondern die Guten, die gut mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung und mit guten Autos leben können, wenn man gute Motoren mit Benzin und Brennstoffzelle baut.

Aktuell ist es anders. Solange nur Geld führt, werden wir so weitergeführt wie es gerade ist.

Ein starkes Deutschland muß zukunftsfähig sein. Dazu gehören starke Industrien mit guten Technologien und ein Umbau mit Augenmaß, indem man den Menschen die Angst  durch soziale Absicherung vor Veränderungen nimmt. Das geht ganz einfach durch einen starken Sozialstaat und die Einhaltung von Versprechen.

Aber aktuell ist es so:

  • Wer spart erhält keine Zinsen,
  • wer studiert, dem werden die Studienjahre weggenommen,
  • wer arbeitslos wird, wird ruiniert und
  • wer alt wird, wird arm, auch wenn er/sie gearbeitet hat.

Das ist der Staat der Reichen, den es hier vor 25 Jahren so nicht gab. Da wurde den Reichen auch etwas genommen, es wurde in der Demokratie umverteilt. Jetzt müßte man ihnen etwas wegnehmen. Deshalb ist das, was Kühnert sagt, so logisch. Aber wen wird es interessieren?

Das alles ist in den direkten Nachbarländern um uns herum anders und die Sozialdemokraten in Dänemark geben gerade die Antworten, die es braucht.

  • Wenn man mit über 60 arbeiten soll, dann gibt es auch 60 Tage bezahlten Urlaub und gute Löhne.
  • Wenn man einen sicheren Staat haben will, dann gibt es auch sichere Grenzen.
  • Wenn man Asyl will, dann bedeutet Asylrecht nicht einfach auch Konsumrecht sondern konkretes Handeln der Asylsuchenden für die aufnehmende Gesellschaft.

Das ist das Gesicht einer menschlichen Welt in einer Demokratie heute.

Und wir müssen uns vom Reinheitsgebot in den Parteien verabschieden. Das gibt es nur im Bier.

So landen wir z.B. bei Kevin Kühnert, der das Richtige sagt, aber in einer Partei, die alles zerstört hat, was an Sozialem wichtig wäre für die Zukunft. Und wir landen bei den Grünen, die in der Schulpolitik in NRW zeigten, wie man es nicht machen darf, aber die einzige Partei sind, die die Themen der Gegenwart jenseits der Reichen aufgreift.

Und wir landen bei den Populisten, die nur populär sind, weil sie aus dem Versagen der anderen Parteien geboren sind.

Bis heute haben in Deutschland und anderen Ländern die Reichen und Regierenden gewonnen und sie werden alles tun, damit es so bleibt. Das würde auf ein Ökodiktatur hinauslaufen, also die Abschaffung der Demokratie.

Diese Tendenz ist ja weltweit zu sehen. Weil die Demokratien nicht aktiv eingreifen bei demokratischen Prozessen in diktatorischen Ländern, dafür aber diktatorische Länder aktiv bei demokratischen Prozesse im eigenen Land eingreifen, ist die Diktatur weltweit auf dem Vormarsch.

Extreme Beispiele sind Saudi-Arabien und China. Wie aus einer Demokratie eine Diktatur wird, sehen wir gerade in der Türkei. Damit sind wir an der Stelle, wo es darum geht, aktiv etwas zu tun, selbst zu denken und sich zu fragen, wie man handeln kann.

Und dann ist die Welt nicht schwarzweiss sondern bunt.

Viel Erfolg dabei!

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